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Giftige Pflanzen im heimischen Garten: Diese Arten sollten Sie kennen

Der heimische Garten ist für viele Menschen ein Ort der Erholung. Bunte Blüten, immergrüne Sträucher und üppige Beete machen ihn zu einer echten Wohlfühloase. Was viele jedoch nicht wissen: Zahlreiche beliebte Gartenpflanzen sind giftig und können für Kinder und Haustiere gefährlich werden. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Pflanzen besondere Risiken bergen, wie Sie eine Vergiftung erkennen und was im Ernstfall zu tun ist.
von Katharina Arend & Naomi Krusche

Welche giftigen Pflanzen kommen besonders häufig vor?

Viele Pflanzen, die unseren Garten verschönern, enthalten natürliche Giftstoffe. Je nach Art können bereits Blätter, Blüten, Beeren oder Samen gesundheitliche Beschwerden auslösen. Deshalb lohnt es sich, die giftigsten Gartenpflanzen zu kennen.

Oleander

  • Wissenschaftlicher Name: Nerium oleander
  • Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
  • Hauptwirkstoffe:  enthält herzwirksame Glykoside wie Oleandrin
  • Betroffene Pflanzenteile: alle Pflanzenteile, insbesondere die Blätter und der Pflanzensaft
  • Symptome:  Nach dem Verschlucken einzelner Pflanzenteile kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Herzkreislaufstörung kommen. Da alle Pflanzenteile jedoch einen äußerst bitteren Geschmack aufweisen, ist der Verzehr von größeren Mengen eher unwahrscheinlich. Nach Berührung des Oleanders kann es zudem zu Hautveränderungen kommen.

Fingerhut

  • Wissenschaftlicher Name: Digitalis purpurea
  • Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
  • Hauptwirkstoffe:  enthält hochgiftiges Digitoxin und Digoxin
  • Betroffene Pflanzenteile: alle Pflanzenteile, insbesondere die Blätter und Blüten
  • Symptome:  Nach Berührung können Hautirritationen auftreten. Sollten Blätter, Blüten oder Samen verschluckt werden, kann es zu Übelkeit mit Erbrechen und Sehstörungen mit veränderter Farbwahrnehmung kommen. Bei einer starken Vergiftung können zudem Herzrhythmusstörungen, und in besonders schweren Fällen, der Herzstillstand eintreten.

Goldregen

  • Wissenschaftlicher Name: Laburnum anagyroides
  • Familie:Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
  • Hauptwirkstoffe:  enthält hochgiftiges Cytisin
  • Betroffene Pflanzenteile: alle Pflanzenteile, insbesondere die Samen und Blüten
  • Symptome:  Nach dem Verzehr der Samen oder Blüten kann es zu einem Brennen im Mund- und Rachenraum kommen. Außerdem können Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel, Schweißausbrüche, Krämpfe und Atemlähmung eintreten.

Eibe

  • Wissenschaftlicher Name: Taxus baccata
  • Familie: Eibengewächse (Taxaceae)
  • Hauptwirkstoffe:  enthält hochgiftiges Taxin
  • Betroffene Pflanzenteile: alle Pflanzenteile mit Ausnahme des roten Samenmantels
  • Symptome: Nach dem Zerbeißen von Nadeln oder Samen können Übelkeit, Erbrechen, Sehstörung, erweiterte Pupillen, Herzrhythmusstörungen und Bewusstseinsstörungen auftreten. Bei einer schweren Vergiftung kann es zum Herzstillstand und zum Tod durch Atemlähmung kommen.

Eisenhut

  • Wissenschaftlicher Name: Aconitum napellus
  • Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
  • Hauptwirkstoffe:  enthält hochwirksames Aconitin
  • Betroffene Pflanzenteile: alle Pflanzenteile, insbesondere die Wurzeln und Samen
  • Symptome:  Da der Eisenhut zu den giftigsten Pflanzen Europas zählt, reicht bereits eine einfache Berührung aus, um das Nervengift über die Haut aufzunehmen. Es kann zu Kribbeln, Brennen und Taubheitsgefühlen kommen. Nach Mundkontakt mit der Giftpflanze treten ähnliche Symptome auf. Wenn Pflanzenteile des Eisenhuts verschluckt wurden, kann es zu schweren Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen sowie lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen und Muskelschwäche kommen.In schweren Fällen drohen Atemlähmung und Herzstillstand.

Übrigens: Auch viele beliebte Zimmerpflanzen sind giftig. Dazu zählen unter anderem Alpenveilchen, Anthurie, Amaryllis, Zimmerazalee, Gemeiner Efeu, Fensterblatt und Philodendron. Für Tiere ist insbesondere die Dieffenbachie gefährlich – je nach Verzehrmenge kann eine Vergiftung schwer verlaufen und in Einzelfällen sogar lebensbedrohlich sein.

Engelstrompete

  • Wissenschaftlicher Name: Brugmansia
  • Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
  • Hauptwirkstoffe:  enthält Atropin, Scopolamin und Hyoscyamin
  • Betroffene Pflanzenteile: alle Pflanzenteile
  • Symptome: Nach Berührung des Pflanzensafts und anschließendem Kontakt mit den Augen oder dem Mund, kann das Gift auf die Schleimhäute gelangen. Werden Pflanzenteilen verschluckt kann es zu Unruhe, Verwirrtheit, einer erhöhten Körpertemperatur, Erbrechen, Halluzinationen, Durst und einer schnellen Atmung kommen. In schweren Fällen sind Herzversagen oder Atemlähmung möglich.

Herbstzeitlose

  • Wissenschaftlicher Name: Colchicum autumnale
  • Familie: Zeitlosengewächse (Colchicaceae)
  • Hauptwirkstoffe: enthält Colchicin
  • Betroffene Pflanzenteile: alle Pflanzenteile
  • Symptome:  Nach dem Verzehr treten Schluckbeschwerden und ein brennendes Gefühl im Rachenbereich auf. Weitere Symptome sind Übelkeit, schweres Erbrechen mit Magenkrämpfen und Durchfälle. Es kann zu Bewusstseinsstörungen, Lähmungen und Halluzinationen kommen. Bei schweren Vergiftungserscheinungen kann ein Herz- und Kreislaufversagen oder eine Atemlähmung eintreten.
  • Verwechslungsgefahr:  werden häufig mit Bärlauch verwechselt

Maiglöckchen

  • Wissenschaftlicher Name: Convallaria majalis
  • Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
  • Hauptwirkstoffe:  enthält verschiedene toxische Glykoside
  • Betroffene Pflanzenteile: alle Pflanzenteile, insbesondere die Blüten und roten Beeren
  • Symptome:  lösen bei Verzehr Magen- und Darmbeschwerden bis hin zu Herzrhythmusstörungen aus. Im Extremfall kann es zu Herzversagen kommen.
  • Verwechslungsgefahr:  werden ebenso wie die Herbstzeitlose häufig mit Bärlauch verwechselt

Pfaffenhütchen

  • Wissenschaftlicher Name: Euonymus europaeus
  • Familie: Spindelbaumgewächse (Celastraceae)
  • Hauptwirkstoffe:  enthält Alkaloide und herzwirksame Glykoside
  • Betroffene Pflanzenteile: alle Pflanzenteile, insbesondere die Samen
  • Symptome:  Nach dem Verschlucken einzelner Pflanzenteile treten Krämpfe, Durchfall und Erbrechen auf. Bei einer schweren Vergiftung sind Herzrhythmusstörungen sowie Leber- und Nierenschäden möglich. Im schlimmsten Fall kann die Vergiftung zum Tod führen.

Gut zu wissen: Zu den giftigen Unkräutern zählen unteranderem Riesenbärenklau, Jakobskreuzkraut, Schwarzer Nachtschatten, Hahnenfuß und gefleckter Schierling.

Seidelbast

  • Wissenschaftlicher Name: Daphne mezereum
  • Familie: Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae)
  • Hauptwirkstoffe:  enthält Giftstoffe wie Mezerin und Daphnetoxin
  • Betroffene Pflanzenteile: alle Pflanzenteile, insbesondere die Samen und Rinde
  • Symptome:  Nach dem Verschlucken kommt es zu einem Brennen im Mund. Die Lippen schwellen an, auch Blasenbildung ist möglich. Im weiteren Verlauf können Magenkrämpfe, Erbrechen, Schwindel und Kopfschmerzen auftreten. Auch Bewusstseinsstörungen, Krämpfe und Herz-Kreislaufversagen sind möglich.

Tollkirsche

  • Wissenschaftlicher Name: Atropa belladonna
  • Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
  • Hauptwirkstoffe:  enthält Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin
  • Betroffene Pflanzenteile: alle Pflanzenteile, insbesondere die schwarze kirschenähnliche Beere
  • Symptome:  Nach dem Verschlucken kommt es zu trockenen Schleimhäuten, Unruhe, Verwirrtheit, Erbrechen, Halluzinationen, starkem Durstgefühl und einer schnellen Atmung. In Extremfällen treten Herz-Kreislauf-Versagen und Atemstillstand ein.

Wussten Sie schon? Nicht nur Zierpflanzen können giftige Stoffe enthalten: Auch Kartoffeln und Tomaten gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und bilden das natürliche Pflanzengift Solanin. Besonders hohe Mengen stecken in grünen Kartoffelstellen, Keimen sowie unreifen grünen Tomaten. Eine leichte Vergiftung mit Solanin äußert sich typischerweise durch Übelkeit und Erbrechen. Eine starke Solanin-Vergiftung ist eher selten.

Buchsbaum

  • Wissenschaftlicher Name: Buxus sempervirens
  • Familie:Buchsbaumgewächse (Buxaceae)
  • Hauptwirkstoffe:  enthält Cyclobuxin und Buxin
  • Betroffene Pflanzenteile: alle Pflanzenteile, insbesondere die Rinde und Blätter
  • Symptome:  Das Verschlucken einzelner Pflanzenteile kann Magen-Darm-Beschwerden, Krämpfen und Lähmungen auslösen. In schweren Verläufen ist ein Herz-Kreislauf-Kollaps oder eine Atemlähmung möglich.

Blauregen

  • Wissenschaftlicher Name: Wisteria
  • Familie:Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
  • Hauptwirkstoffe:  enthält herzwirksames Wistarin
  • Betroffene Pflanzenteile: alle Pflanzenteile, insbesondere die Samen, Hülsen, Rinde, Wurzeln
  • Symptome:  Nach dem Verzehr können Magenbeschwerden, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall auftreten. Auch geweitete Pupillen und Kreislaufprobleme gehören zu den typischen Symptomen.

Wer ist durch giftige Gartenpflanzen besonders gefährdet?

Vor allem für Kinder können giftige Gartenpflanzen zur Gefahr werden. Sie entdecken ihre Umgebung mit allen Sinnen, pflücken Blätter oder Blüten und nehmen Beeren oder andere Pflanzenteile nicht selten in den Mund. Auch beim fantasievollen Spielen werden Blüten und Blätter gerne als Zutaten für selbstgemachte „Kuchen“ oder „Suppen“ verwendet. Problematisch ist, dass bereits kleine Mengen giftiger Pflanzenteile bei Kindern deutlich stärkere Auswirkungen haben können als bei Erwachsenen. Umso wichtiger ist es, Kinder beim Spielen im Garten nicht unbeaufsichtigt zu lassen und sie frühzeitig altersgerecht über mögliche Gefahren aufzuklären. Die gute Nachricht: Viele Giftpflanzen im Garten schmecken bitter oder scharf und werden deshalb von Kindern häufig sofort wieder ausgespuckt.

Auch Haustiere sind gefährdet. Hunde, Katzen und Kleintiere wie Kaninchen knabbern gerne an Pflanzen, die für sie gut erreichbar sind. Tierhalter* sollten ihren Garten deshalb regelmäßig auf giftige Pflanzen überprüfen und möglichst verhindern, dass ihre Tiere damit in Kontakt kommen.

Gut zu wissen: Nicht nur im Garten selbst können giftige Pflanzen zur Gefahr werden. Auch als Schnittblumen in der Vase bergen beispielsweise Tulpen, Narzissen oder Maiglöckchen ein Risiko für Haustiere. Sie trinken gerne aus Blumenvasen und können dabei giftige Stoffe aufnehmen, die ins Wasser übergegangen sind. Stellen Sie Vasen mit giftigen Blumen deshalb immer außerhalb der Reichweite Ihrer Haustiere auf.

Was tun bei einer Vergiftung durch Giftpflanzen im Garten?

Hat Ihr Kind oder Haustier Teile einer giftigen Pflanze verschluckt, sollten Sie Ruhe bewahren und möglichst schnell handeln:

  • Kontaktieren Sie das für Ihre Region zuständige Giftinformationszentrum. Eine Übersicht aller Giftnotrufnummern in Deutschland finden Sie beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).
  • Treten starke Vergiftungserscheinungen auf oder ist Ihr Kind bewusstlos, wählen Sie sofort den Notruf 112. Bei Haustieren sollten Sie umgehend tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
  • Entfernen Sie vorsichtig verbliebene Pflanzenreste aus dem Mund Ihres Kindes, beziehungsweise Maul Ihres Haustiers.
  • Lösen Sie kein Erbrechen aus – dabei besteht die Gefahr, dass Erbrochenes in die Atemwege gelangt.
  • Ist Ihr Kind oder das Haustier bei Bewusstsein, können Sie kleine Mengen Wasser zu trinken geben. Verzichten Sie auf Milch, da sie die Aufnahme bestimmter Giftstoffe fördern kann.
  • Bewahren Sie – wenn möglich – Pflanzenteile auf oder machen Sie ein Foto der Pflanze. Das erleichtert die eindeutige Bestimmung und unterstützt die ärztliche oder tierärztliche Behandlung.

Wichtig zu wissen: Hatten Sie, Ihr Kind oder Ihr Tier Hautkontakt mit einer giftigen Pflanze, sollten Sie die betroffenen Hautstellen gründlich mit lauwarmem Wasser reinigen.

Im Ernstfall mit der Mecklenburgischen abgesichert

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3 Fragen an eine Versicherungsexpertin

Welche typischen Unfälle passieren im Garten häufiger als wir denken?

Zu den häufigsten Unfällen zählen Schnittverletzungen an Gartengeräten (z. B. Greifen in den Rasenmäher, Heckenscheren), Leiterstürze (z. B. beim Pflücken von Obst etc.) oder Insektenstiche (Bienen-, Wespen- oder Zeckenstiche).

Profilbild von Katharina Arend

Katharina ArendTeamleiterin und Fachreferentin in der privaten Unfallversicherung (Schadenregulierung)

Kann ich auch für mein Haustier eine Art Unfallversicherung abschließen, die Vergiftungen (bspw. durch giftige Gartenpflanzen) abdeckt?

Eine Unfallversicherung für Haustiere bieten wir nicht an. Allerdings besteht die Möglichkeit, eine Tierkrankenversicherung abzuschließen, die die Behandlungskosten beim Tierarzt übernimmt – auch wenn das Tier beispielsweise an einer Pflanzenvergiftung leidet. Sprechen Sie hierzu gerne Ihren Vermittler an.

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Katharina ArendTeamleiterin und Fachreferentin in der privaten Unfallversicherung (Schadenregulierung)

Welche Art von Vergiftungen sind in der Unfallversicherung für Erwachsene mitversichert?

In der Unfallversicherung für Erwachsene sind Vergiftungen durch ausströmende Dämpfe und Gase (z. B. Kohlenmonoxid oder Rauchgase, Lösungsmittel, Benzindämpfe etc.) sowie Vergiftungen durch Nahrungsmittel (z. B. Salmonellen in rohen Eiern und Geflügel, E. coli-Bakterien im rohen Fleisch etc.) mitversichert.

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Katharina ArendTeamleiterin und Fachreferentin in der privaten Unfallversicherung (Schadenregulierung)

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So machen Sie Ihren Garten sicherer

Ein komplett giftfreier Garten ist für viele kaum realistisch – umso wichtiger ist ein bewusster Umgang mit potenziell gefährlichen Pflanzen.

  • Lassen Sie sich bereits beim Kauf Ihrer Gartenpflanzen fachkundig beraten.
  • Überdenken Sie die Standorte giftiger Gartenpflanzen und platzieren Sie sie möglichst außer Reichweite von Kindern und Haustieren (bspw. in einem Hochbeet oder einem Gewächshaus).
  • Entfernen Sie ggf. besonders giftige Pflanzen vorübergehend aus dem Garten, solange kleine Kinder im Haushalt sind.
  • Klären Sie Kinder frühzeitig über giftige Pflanzen auf und beaufsichtigen Sie sie beim Spielen im Garten konsequent.
  • Entfernen Sie regelmäßig verblühte Blüten und Samenstände, um das Risiko des Verschluckens zu reduzieren.

Tipp: Tragen Sie bei Gartenarbeiten grundsätzlich Handschuhe und möglichst langärmelige Kleidung.

FAQs - Häufig gestellte Fragen zu giftigen Pflanzen

Warum enthalten manche Pflanzen Giftstoffe?

Manche Pflanzen bilden Giftstoffe, um sich effektiv vor Fressfeinden zu schützen.

Welche Pflanzengifte gibt es?

Es gibt verschiedene Pflanzengifte, die jeweils unterschiedlich im Körper wirken. Dazu zählen u.a.:

  • Alkaloide: Alkaloide greifen das Zentralnervensystem an und schädigen es schwer. Enthalten ist dieses Pflanzengift beispielsweise im Blauen Eisenhut oder in der Tollkirsche.
  • Glykoside:  Hochgiftige Herzglykoside beeinflussen die Schlagfrequenz des Herzens und führen in schweren Fällen zum Herzstillstand. Pflanzen wie der Rote Fingerhut oder Maiglöckchen enthalten Glykoside und gelten daher als besonders giftig.
  • Lektine:  Lektine sind Eiweiße, die Zellen schädigen und zu schweren Vergiftungen führen können. Das bekannteste Beispiel ist das hochgiftige Rizin aus den Samen des Wunderbaums (Rizinuspflanze). Bereits geringe Mengen können schwere Vergiftungserscheinungen bis hin zum Organversagen verursachen.
Sind giftige Pflanzen im Garten grundsätzlich verboten?

Nein. Die meisten giftigen Zierpflanzen können Sie legal in Ihrem Garten anpflanzen. Als Gartenbesitzer tragen Sie jedoch die Verantwortung, Kinder und Haustiere vor möglichen Gefahren zu schützen. Außerdem haften Sie, wenn andere Menschen (insbesondere Kinder) oder fremde Tiere durch Ihre Giftpflanzen im Garten zu Schaden kommen.

Wichtig zu wissen: Der Anbau von Pflanzen, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen (z. B. Schlafmohn) sowie der Anbau von invasiven Arten (z. B. Riesen-Bärenklau), ist in Deutschland verboten.

Wie erkenne ich eine Pflanzenvergiftung?

Typische Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, erhöhter Speichelfluss, Schwindel oder Kreislaufprobleme. Je nach Pflanzenart können auch Herzrhythmusstörungen, Atembeschwerden oder neurologische Symptome auftreten.

Welche ungiftigen Alternativen gibt es zu beliebten giftigen Gartenpflanzen?

Zu den ungefährlichen Alternativen zählen beispielsweise Hibiskus, Sonnenblumen, Rosen, Kapuzinerkresse, Dahlie, Stiefmütterchen oder Kräuter wie Lavendel, Thymian und Rosmarin.

Die Autorinnen

Katharina Arend
Naomi Krusche

Katharina Arend

Teamleiterin und Fachreferentin in der privaten Unfallversicherung (Schadenregulierung)

Katharina Arend ist seit Beginn ihrer Ausbildung zur Versicherungskauffrau vor fast 30 Jahren beruflich eng mit der Mecklenburgischen Versicherung verbunden. Seit nunmehr zwei Jahrzehnten liegt ihr Fokus auf der Schadenregulierung in der privaten Unfallversicherung. Dort setzt sie sich für eine faire, transparente und fachlich fundierte Leistungsregulierung ein. Besonders motiviert sie die Herausforderung, bei komplexen versicherungsmedizinischen und rechtlichen Sachverhalten die Menschlichkeit nicht aus dem Blick zu verlieren.

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Text das generische Maskulinum verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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