Beispiele zur Inhaltsversicherung

Machen Sie sich selbst ein Bild von unserer gewerblichen Inhaltsversicherung. Die nachfolgenden Beispiele zeigen Ihnen, wie wichtig eine gute Absicherung im Schadenfall ist.

Der Letzte macht das Licht aus

Der Vorfall:
Im Reifenlager von Elke Müllers Autohaus entstand infolge eines Kurzschlusses ein Kabelbrand, der auf die Reifen übergreifen und sich rasch ausbreiten konnte. Die in der Werkstatt und Verkaufsraum stehenden Fahrzeuge fachten den Brand weiter an, der schließlich auf das gesamte Autohaus übergriff. Die Feuerwehr konnte das Objekt nur noch kontrolliert abbrennen lassen.

Der Schaden:
Der Sachschaden für die zerstörte Betriebseinrichtung, Waren und Vorräte (z.B. Reifen, Fahrzeugteile und Öle) wurde durch den Sachverständigen mit 310.000 Euro beziffert. Hinzu kommen die Schäden an den Fahrzeugen und am Gebäude sowie der Ertragsausfall. In Summe ergeben diese fast 2 Mio. Euro.
Erst nach gut neun Monaten kann das Autohaus seinen normalen Geschäftsbetrieb wieder vollständig aufnehmen. Bis dahin konnte übergangsweise mit einigen Einschränkungen in einer naheliegenden Halle weiter gearbeitet werden.

Die Absicherung:
Die Kosten für das Aufräumen und die Entsorgung der zerstörten Betriebseinrichtung erstattet die Inhaltsversicherung. Zum Glück hatte sich Elke Müller für die Komfortdeckung entschieden, sodass diese Kosten bis zur vereinbarten Versicherungssumme (maximal 2.500.000 Euro) versichert sind.

Außerdem leistet die Ertragsausfallversicherung für den entgangenen Gewinn sowie die fortlaufenden Kosten wie Gehälter, Hypotheken und Mieten. In den neun Monaten belaufen sich diese auf insgesamt 180.000 Euro.
Die Gebäudeschäden werden über die Gebäudeversicherung reguliert. Die Schäden an den Fahrzeugen trägt die Kfz-Versicherung für Kfz-Handel und Handwerk.

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Steter Tropfen

Der Vorfall:
Steuerberaterin Bettina Korth hat ein Wohn- und Geschäftsgebäude. In der 1. Etage hat sie ihr Büro. Das Erdgeschoss hat sie an einen Blumenladen und das Obergeschoss als Wohnung vermietet. „Es tropft bereits von der Decke!“ sagte der empörte Mieter, als er plötzlich aufgeregt in ihrem Büro stand. Nach kurzer Recherche wurde klar, dass eine Frischwasserleitung im Dachgeschoss gebrochen war. Über Tage hat sich das Wasser seinen Weg durch das gesamte Objekt gesucht.

Der Schaden:
Außer den durchnässten Wänden, Fußböden und Decken gab es zum Glück keine substantiellen Schäden am Gebäude. Allerdings war Wasser in das Aktenlager gelangt und hat etliche Unterlagen durchnässt sowie einen Server beschädigt.

Die Absicherung:
Da diese Akten – elektronische sowie reale Papierakten – für eventuelle Steuerprüfungen bereit stehen müssen, mussten diese teilweise erneut ausgedruckt, kopiert, sortiert und geheftet werden. Andere Daten wurden erneut aufgespielt oder wiederhergestellt. Erst nach wochenlanger Arbeit standen alle Akten wieder zur Verfügung. Gut, dass diese Kosten in der Grund- und Komfortdeckung bis zur vollen Versicherungssumme (max. 2-500.000 Euro) mitversichert sind. Die Hardware des Servers war irreparabel beschädigt, die Neuanschaffung kostete 4.750 Euro.

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Auffällig für Jedermann

Der Vorfall:
Praktisch und großzügig, aber vor allem werbewirksam ist sie, die neue Werkstatt von Bau- und Möbeltischler Max Kalkofen. Alles war nach seinen Wünschen; die großen Schaufenster, das praktische Rolltor und auch die vielen Türen. Jetzt hatte er endlich genug Platz, um schöne Möbel und Antiquitäten aufarbeiten, produzieren und ausstellen zu können.

Leider erkannten auch ungebetene Gäste dieses Potenzial. Eines Nachts hebelten Unbekannte eine Seitentür auf und verschafften sich Zugang. Sie öffneten das Tor und fuhren mit einem Transporter direkt in die Halle.

Der Schaden:
Die Täter entwendeten teures Spezialwerkzeug und kleinere Maschinen. Sie nahmen auch wertvolle Möbel aus Edelhölzern und Antiquitäten mit. Leider konnten die Täter spurlos verschwinden. Der Schaden am Gebäude war mit 800 Euro überschaubar. Die entwendeten Gegenstände der Betriebseinrichtung, Waren und Vorräte hingegen hatten einen Wert von 16.400 Euro. Auch musste der Betrieb einige Aufträge verschieben oder stornieren, weil die entsprechenden Maschinen nicht zur Verfügung standen. Infolge dessen stand der Betrieb zwei Wochen still. Durch entsprechende Preisnachlässe und Einsatz von Leihmaschinen ließ sich der Ausfall auf schließlich auf 5.200 Euro reduzieren.

Die Absicherung:
Die entwendeten Sachen sind im Rahmen der Inhaltsversicherung (Einbruchdiebstahl) zum Neuwert versichert. Sie werden voll erstattet. Der aus dem Betriebsstillstand resultierende Umsatzverlust sowie die Kosten für Leihgeräte sind über die Ertragsausfallversicherung abgedeckt.

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