„Das wahrscheinlich kleinste Versicherungs-Museum der Welt”
Neubrandenburg ist um ein kleines Museum reicher: Versicherungsgeschichte wird im wahrscheinlich kleinsten Versicherungs-Museum der Welt am Beispiel der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe gezeigt.
Der Besucher wird anschaulich von der Entstehung des Versicherungsgedankens über den Zweiten Weltkrieg bis in die Neuzeit geführt. Neben einer Sammlung historischer Versicherungsschilder zeigt die Ausstellung unter anderem diverse Exponate, die zur täglichen Arbeit benötigt wurden: beispielsweise ein altes Diktiergerät und eine historische Rechenmaschine (50er und 60er Jahre). Ausgestellt werden darüber hinaus geschichtsträchtige Dokumente.
Das Museum erstreckt sich über drei Etagen eines wiedererrichteten Wiekhauses in der mittelalterlichen Stadtmauer und bietet dem Besucher damit ein besonderes Raumerlebnis. Wiekhäuser kommen im Wesentlichen im Nordosten Deutschlands vor (Mecklenburg, Brandenburg). Sie sind eine Sonderform von Verteidigungsbauten in der Stadtmauer. Neben der Gefahrenabwehr dienten die kleinen Häuser auch dazu, die Stabilität der Stadtmauer zu erhöhen. Im übertragenen Sinn hat so das Wiekhaus einige Gemeinsamkeiten mit der Versicherungsbranche: Für eine Versicherung gilt es, ebenso Schutz im Falle eines Schadens wie finanzielle Stabilität zu gewährleisten.
Bereits im März 1797 schlossen sich mecklenburgische Landwirte in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg zusammen, um sich gegenseitig bei Hagelschäden finanziell zu helfen. Das bildete den Ursprung der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe. Sie ist damit der älteste private überregionale Versicherer in Deutschland und die älteste noch existierende Hagelversicherung der Welt.



