Das Risiko einer hagelbedingten Existenzbedrohung war für einen landwirtschaftlichen Betrieb noch nie so hoch wie heute: In Deutschland kommt es durchschnittlich 45.000 Mal im Jahr zu Hagelschäden. Allein 2008 wurden versicherte Ernteerträge in dreistelliger Millionenhöhe vernichtet.
Extreme Wettererscheinungen wie diese nehmen durch die weltweiten Klimaveränderungen deutlich zu. Die Entwicklung der Bewirtschaftungsstrukturen, der Fortschritt in der Pflanzenzüchtung und neue Anbaumethoden sind weitere Ursachen für ein erhöhtes Schadenrisiko:
Durch die zunehmende Spezialisierung von Betrieben auf wenige Kulturpflanzen steigt die Abängigkeit vom Anbauerfolg der einzelnen Feldfrucht.
Für Getreide und Raps wird der Erntezeitpunkt zunehmend herausgezögert. In der Todreife ist die Pflanze besonders hagelempfindlich.
Auch bei Mais drohen durch Hagelschlag größere Ertragsausfälle, so dass die Futtergrundlage des Betriebes oder auch Lieferverpflichtungen gegenüber Biogasanlagen gefährdet sind.